Meine Becken

Stand: 31.10.2005


   
Nach einer Standzeit von knapp 5 Jahren habe ich in der letzten Oktoberwoche mein Wohnzimmeraquarium komplett neu eingerichtet. Begünstigt durch die Abgabe meine großen L-Welse hatte ein ein weiteres großen Becken zur Verfügung, in das die Fische umziehen konnten.In der nächsten Zeit will ich hier die Arbeit und Entwicklung des Becken vorstellen. Auch die im unteren Text beschriebene "alte" Technik läuft so nicht mehr am Becken. Also seht wieder mal rein...

Die angekündigten Neuerungen muss ich auf Grund eines Umzuges erst einmal verschieben...

 

Vorerst möchte ich ich mein Wohnzimmerbecken (Größe 180 x 70 cm) vorstellen. Durch unseren Umzug in eine neue Wohnung konnte ich mir ein zweites großes Aquarium zulegen. Die Trophis konnten aus ihrem "alten" 160 x 60 cm großen Becken um ziehen. Die zur Gestaltung verfügbare Grundfläche erhöhte sich damit von 0,96 m2 auf immerhin 1,26 m2.

 

Einrichtung

Als Bodengrund habe ich Sand mit 1-2 mm Körnung vermischt mit Muschelgruß und Kies verwendet. Sand bzw. Kies mit einer Körnung um 2 mm ist der ideale Bodengrund um eine Bodendurchflutung (in Kombination mit einer Bodenheizung) zu erzielen, andererseits kann nicht der gesamte Mulm im Substrat versinken.

Die Steinaufbauten bestehen aus Kalksteinen. Als "Fundament" habe ich Styropor, schützt gleichzeitig die Bodenscheibe des Aquariums, und Blumentöpfe verwendet. Mit den Blumentöpfen kann man leicht größere Höhen der Steinaufbauten bei geringerem Gewicht erzielen.

Für die Bepflanzung habe ich die bei mir bewährten Echinodorus, Anubias, Cryptocoryne, Bolbitis, Nymphea und auch Vallisneria verwendet.

 

Technik

Bodenheizung mit dem Tepor-Heizsystem, Zweikreissteuerung ähnlich dem Dennerle-Duomat, jedoch mit temperaturabhängiger Lastregelung des Bodenheizkabels.

Für die Beleuchtung verwende ich eine Seaqualux-Hängeleuchte mit 4 x 80 Watt T5-Leuchtstofflampen in dimmbarer Ausführung. Jeweils 2 Röhren lassen sich getrennt ansteuern. Momentan sind nur 2 Röhren in Betrieb. Die anderen 2 sind als Reserve gedacht, falls mich einmal das Meerwasseraquarium reizen sollte. Der Aufpreis war zu vertreten. und 2 x 24 Watt Kompaktleuchtstoffröhren ebenfalls mit Tageslichtlampen. Die Pflanzen bekommen damit 9 Stunden intensive Beleuchtung.
Momentan verwende ich die Lichtfarben 965 (Tageslicht) und 827 (Dreibanden-Warmtonlampe). Die Warmtonlampe will ich noch durcj eine weitere Vollspektrumlampe ersetzten.

Gefiltert wird das Becken über einen Maximalfilter mit sechs 47 cm, drei 37cm Röhren und einem Antriebselement. Der Filter ist hinter dem großen Steinaufbau in der rechten Ecke versteckt. Durch die Verwendung unterschiedlicher Röhrenhöhen kann ich den Filter sehr gut in der Steindekoration unterbringen. Da der Maximalfilter eine extrem hohe Standzeit, bis zu einem Jahr, besitzt, ist der Einbau in die Dekoration durchaus möglich. Die Hohlräume der Röhren waren ursprünglich mit Deniballs von Aqua-Medic und Korallenbruch gefüllt. Da die Karbonathärte des Wasser durch den Korallenbruch nicht merklich anstieg (es war zu wenig CO2 im Wasser gelöst), habe ich die Hohlräume inzwischen mit Sera biopur forte gefüllt. Durch diesen Wechsel des Filtermaterials will ich dem Nitratanstieg, der sich langsam einstellt, entgegenwirken. Früher hatte ich einen TetraTec-1000-Innenfilter als Schnellfilter verwendet. Inzwischen wird das Wasser nur über den Maximalfilter gereinigt.

Vor einiger Zeit habe ich mir bei ebay.de einen Dupla-pH-Control und ein Leitwertmessgerät gegönnt. Jetzt ist es mir möglich, meine Wasserwerte besser zu überwachen. Dabei bestätigte sich meine schon lang gehegte Vermutung: Tropftests habe eine relativ große Fehlertoleranz. Gilt hier zumindest für den pH-Test. Weiterhin möchte ich an dieser Stelle alle zum nachdenken anregen, die Angaben wie 1 Esslöffel (Meer-)Salz auf 50-100 Liter Wasser empfehlen. Bei solchen Dosierungen steigt der Leitwert enorm an und hat mit dem Leitwert des Tanganjikasee ca. 650 microSiemens absolut nichts mehr gemeinsam. Durch den notwendig gewordene Zugabe von 5 gehäuften Teelöffeln Meersalz stiegt der Leitwert in meinem Becken auf über 1000 microSiemens.

 
Die Wasserwerte meines Beckens liegen bei:

  • PH : 7,9
  • KH : 8o dH
  • GH : 14o dH
  • NO3 : ca. 25 mg / Liter
  • Leitwert: 650 microSiemens
Das Wasser härte ich mit Natriumhydrogencarbonat auf.
Das Wasserwerk lieferte im Jahresmittel 2002 folgende Werte:

  • PH : 7,5
  • KH : 3o dH
  • GH : 14o dH
  • NO3 : 2,6 mg / Liter
  • Leitwert: 481 microSiemens
  • NO2 : 0
 

Bis vor einiger Zeit habe ich am Becken einen UV-Brenner betrieben. Nach ca. 2,5 Jahren hatte die UV-Strahlung das Gehäuse porös gemacht und ich mußte das Gerät abschalten. Der Brenner war mit einer 9 Watt-Kompaktlampe ausgestattet und für Aquarien bis 1250 Liter verwendbar. Viele Aquarianer, Vereinsfreunde und auch Fachhändler sind immer noch der Meinung, ein UV-Brenner würde die Fische verweichlichen. Kommen sie später in ein Becken ohne UV-Klärung, können sie dem Druck der Krankheitserreger nicht mehr standhalten. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. UV-Wasserklärer vernichten frei im Wasser schwimmende Bakterien. Schwebealgen, Schwächeparasiten und Schwärmer werden ebenfalls abgetötet. Selbst die im Filter so nützlichen Bakterien Nitrosomonas und Nitrobacter können den Fischen wenn sie frei im Wasser schwärmen gefährlich werden und die empfindliche Schleimhaut angreifen, so das die Fische anfälliger für Krankheiten werden. Die Keimzahl in natürlichen Gewässern, insbesondere den afrikanischen Grabenseen, ist sehr gering. Somit trägt ein UV-Klärer zur Artgerechten Haltung bei. Interessante Ausführungen zum Thema Keimzahlen gab es unlängst in den letzten eigenständigen Ausgaben der Zeitschrift Aquarium heute. Meine Fischen geht es auch nach dem Abschalten des Brenners bestens.

 
 
 

Fischbesatz

Zur Zeit bevölkern:

  • eine Gruppe Tropheus duboisi "Maswa", mit Jungtieren
  • eine Gruppe Tropheus moorii "Ilangi", mit Jungtieren
  • ein Paar Protomelas taeniolatus, mit Jungtieren
  • ein Paar Labidochromis spec. "yellow", mit Jungtieren
das Becken. Meine große Chimpimbi-Gruppe habe ich in gute Hände nach Dresden gegeben. Die 2 Malawi-Paare stammen aus der Auflösung meines 2. Ostafrikabeckens. Von ihnen wollte ich mich nicht trennen.